Jesus.

Von Johannes, den ich im Vorwort erwähnt habe, stammt folgende Aussage über Jesus: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott" (Joh1,1). Johannes scheint also ein bisschen philosophisch gewesen zu sein.

 

Der Anfang, von dem Johannes da spricht, ist beschrieben in der ca. 3500 Jahre alten Gründungsurkunde der Welt. Ich fasse das erste Kapitel dieser Urkunde einfach mal kurz zusammen: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. ... Und Gott sprach ... nannte ... sprach ... nannte ... sprach ... nannte ... sprach ... sprach ... sprach ... segnete ... sprach ... sprach ... sprach ... segnete ... sprach ... sprach ... So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer". 

 

Gott sprach! Die Welt ist also durch sein Wort entstanden. Das ist eine wesentliche Erkenntnis aus dem ersten Kapitel der Bibel: Was Gott spricht, tritt in Existenz, denn das Wort Gottes hat Zeugungskraft. 

 

"Das Wort wurde Fleisch"

In seiner philosophischen Art schreibt Johannes weiter: "Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns ..." (Joh1,14). Das soll heißen: zur Zeit von Johannes ist Gottes Wort Mensch geworden, hat in einer historischen Person Gestalt angenommen - Gottes Gegenwart mitten unter den Menschen. Diese historische Person war Jesus! Johannes nannte ihn deshalb auch den "Eingeborenen vom Vater" (Joh1,14), also Gottes Sohn. 

 

Viele Prophezeiungen, die mitunter hunderte von Jahren zuvor schriftlich verkündet wurden, haben sich in der historischen Person Jesus erfüllt. Aufgrund dieser Prophezeiungen war eigentlich schon zur Zeit von Johannes offensichtlich, dass Jesus Christus der verheißene Sohn sein muss, durch den die Welt gerettet werden soll. Doch "die Welt erkannte es nicht", erzählt Johannes (Joh1,10). Unfassbar eigentlich: "er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf (Joh1,11). Bis heute ist das so.

 

Das war die schlechte Nachricht.

 

Die gute Nachricht ist, dass er denen, die ihn aufnahmen, das Anrecht gab, Kinder Gottes zu werden, und zwar allen, die an seinen Namen glauben (Joh1,12):


Moment mal ... "Anrecht, Kinder Gottes zu werden" ??

Viele denken: "Ich bin doch schon ein Kind Gottes! Alle Menschen sind doch Kinder Gottes!", und das stimmt auch, denn der erste Mensch - Adam - war ja der Vorfahre aller Menschen. In der Bibel steht sogar, dass Adam Gottes Sohn war (Lk3,38). Insofern sind in Adam auch alle Menschen von Geburt an Kinder Gottes! So weit, so gut.

 

Problem ist nur, dass Adams Leben durch Tod endete. Jesu Tod endete durch Leben. Das ist der Unterschied. Und die Frage, die du dir jetzt stellen musst, ist: Bin ich damit zufrieden, dass mein Leben irgendwann durch Tod endet? Oder möchte ich, dass mein Tod - am besten jetzt direkt - durch Leben endet? Bin ich also zufrieden, Kind Gottes in Adam zu sein? Oder möchte ich heute Kind Gottes in Jesus werden?

 

Wenn du ein Kind Gottes in Jesus werden möchtest, dann musst du Jesus in dein Leben aufnehmen. Das geht durch ein kurzes Gebet wie dieses: "Jesus Christus, du bist das Wort des lebendigen Gottes und ich habe gehört, dass du Mensch geworden bist, um mich zu retten. Du bist gestorben und auferstanden, damit ich in deinem Namen neues Leben empfange und befreit werde aus dem tödlichen Leben der Kinder Adams. Heile mich von allem, was mich von dir trennt, komm in mein Leben, schenke mir deinen Heiligen Geist und leite du mich von nun an durch mein weiteres Leben. Amen."